1. Merkblatt für die Temporärmitarbeiter betreffend der wichtigsten Verfügungen der Lohnausfallversicherung bei Krankheit

1. Der Versicherer SWICA Versicherungen AG (nachstehend als <<SWICA>> bezeichnet)
2. Der Versicherungsnehmer Just in time staffing AG
3. Versicherte Personen 3.1 Alle Arbeitnehmer, die als Temporärmitarbeiter bei Adia angestellt sind und das AHV- Alter noch nicht erreicht haben.
3.2 Dagegen werden die Temporärmitarbeiter, die das AHV-Alter bei der Anstellung erreicht haben, gemäss Artikel 324a OR entschädigt.
4. Versicherungsbeginn,
Anrecht auf Leistungen
und Wartefrist
4.1 Der Versicherungsschutz tritt ab Einsatzbeginn in Kraft, vorausgesetzt, dass der Temporärmitarbeiter voll einsatz- fähig ist.
4.2 Der Beitritt erfolgt ohne Arztzeugnis.
4.3 Das Anrecht auf Versicherungsleistungen unterliegt einer Wartefrist von 2 Arbeitstagen.
4.4 Die Versicherungsleistungen ersetzen die Lohnzahlungspflicht gemäss Artikel 324a OR.
5. Versicherungsende 5.1 Die Versicherung endet mit dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses oder mit dem vollendeten 70. Lebensjahr.
5.2 Die AHV-Rentenberechtigten, die bereits angeschlossen sind, bleiben bis zu ihrem Austritt versichert.
6. Leistungen 6.1 Der Betrag der Taggeldentschädigungen deckt 80% des durchschnittlichen errechneten Tageseinkommens ab Jahresbeginn, oder demjenigen der effektiven Arbeitsdauer, wenn diese entweder früher oder später als der Jahres- beginn erfolgte.
6.2 Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird die Taggeldentschädigung proportional nach dem Grad der Arbeits- unfähigkeit reduziert. Eine Arbeitsunfähigkeit von weniger als 25% gibt kein Anrecht auf Entschädigung.
6.3 Anzahl der entschädigten Tage :
a) Für den Temporärmitarbeiter, der in einem Einsatzbetrieb tätig ist, wo ein ave GAV gültig ist: Geldwertleistungen von 730 Kalendertagen innerhalb von 900 Kalendertagen. Die angegebene Anzahl der entschädigten Tage muss für die Gesamtheit der Absenzen während 900 Kalendertagen berücksichtigt werden und nicht für jeden einzelnen Absenzfall.
b) Für den Temporärmitarbeiter, der gemäss diesem GAV Personalverleih BVG-pflichtig ist: Geldwertleistungen von
730 Kalendertagen innerhalb von 900 Kalendertagen. Die angegebene Anzahl der entschädigten Tage muss für die Gesamtheit der Absenzen während 900 Kalendertagen berücksichtigt werden und nicht für jeden einzelnen Absenzfall.
c) Für den Temporärmitarbeiter, der weder in einem Einsatzbetrieb mit ave GAV tätig noch gemäss diesem GAV
Personalverleih BVG-pflichtig ist: Geldwertleistungen von 60 Kalendertagen innerhalb von 360 Kalendertagen. Die angegebene Anzahl der entschädigten Tage muss für die Gesamtheit der Absenzen während 360
Kalendertagen berücksichtigt werden und nicht für jeden einzelnen Absenzfall.
6.4 Bei bereits vor dem Eintritt bei Just in time staffing AG bestehenden Krankheiten, die einer Behandlung unterlagen oder unterliegen, beschränken sich die Versicherungsleistungen auf diejenigen, die in Artikel 324a Absatz 2 OR vorgesehen sind.
6.5 Die AHV-Rentenberechtigten haben Anspruch auf Leistungen von maximal 180 Kalendertagen bis spätestens zum vollendeten 70. Lebensjahr. Besteht im Zeitpunkt des Erreichens des AHV-Rentenalters eine Arbeitsunfähigkeit, so erlischt der Leistungsanspruch, sofern nicht nachgewiesen werden kann, dass das Arbeitsverhältnis bei bestehender Arbeitsfähigkeit angedauert hätte.
6.6 Care Management
Mit dem Ziel, den arbeitsunfähigen Temporärmitarbeiter zu unterstützen, ist die Visana ausdrücklich berechtigt, externe Berater (Care Managers) einzusetzen. Der Auftrag des Care Managers ist, die Ursache der
7. Verpflichtungen des
Temporärmitarbeiters
7.1 Im Krankheitsfalle muss der Temporärmitarbeiter sofort die Just in time staffing AG, benachrichtigen.
7.2 Des weiteren muss er der letzteren spätestens innerhalb von 3 Tagen ein Zeugnis des behandelnden Arztes zukommen
lassen.
Bemerkung: Ohne ärztliches Zeugnis kann weder eine Leistung erfolgen noch eine Akontozahlung vorgenommen werden.
7.3 Am Ende der Behandlung muss der Temporärmitarbeiter der Just in time staffing AG ein Schlusszeugnis des behandelnden Arztes aushändigen.
Die definitive Abrechnung des Falles erfolgt erst nach Erhalt des ärztlichen Schlusszeugnisses.
7.4 Just in time staffing AG behält sich das Recht vor, jedes durch den Temporärmitarbeiter vorgelegte Arzt- zeugnis dem Vertrauensarzt der SWICA zu unterbreiten.
7.5 SWICA ist berechtigt, Temporärmitarbeiterbesuche durchzuführen, sowie zusätzliche Belege und Auskünfte, insbesondere ärztliche Zeugnisse, zu verlangen. Der Temporärmitarbeiter hat die Aerzte, die ihn behandeln oder behandelt haben, der SWICA gegenüber von der Schweigepflicht zu entbinden. Die SWICA behandelt alle medizinischen Angaben vertraulich.
8. Übertritt in
die Einzelversicherung
Für den Temporärmitarbeiter besteht die Möglichkeit, nach Ausscheiden aus der Kollektivversicherung innert 3 Monaten in die Einzelversicherung überzutreten.
9. Gerichtsstand Der Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten der Temporärmitarbeiter gegenüber SWICA ist derjenige ihres
Schweizer Domizils oder derjenige des Hauptsitzes der SWICA Versicherungen AG.
Bemerkung: Das vorliegende Dokument bildet keine vertragliche Grundlage.
Die SWICA-Agentur, an dessen der Temporärmitarbeiter angeschlossen ist, steht gerne für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

2. Merkblatt für die Temporärmitarbeiter betreffend der wichtigsten
Verfügungen der Unfallversicherung

 

1. Der Versicherer SUVA – Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
2. Der Versicherungsnehmer Just in time staffing AG (Kundennummer 1501-63829.0)
3. Versicherte Personen bei Berufsunfällen und Berufskrankheiten Obligatorisch versichert sind alle Temporärmitarbeiter, die in der Schweiz für Just in time staffing AG tätig sind.
4. Versicherte Personen bei Nichtberufsunfällen 4.1 Alle Temporärmitarbeiter, die Just in time staffing AG durchschnittlich mindestens 8 Stunden pro Woche beschäftigt, sind gegen Risiken der Nichtberufsunfälle versichert.
4.2 Alle Temporärmitarbeiter, die durchschnittlich weniger als 8 Stunden pro Woche arbeiten, sind gegen Nichtberuf- sunfälle nicht versichert.
4.3 Unfälle, die auf dem Hin- und Rückweg zur Arbeit erfolgen (zwischen dem Domizil und dem Arbeitsort und umge- kehrt) sind durch die Versicherung gedeckt.
5. Versicherungsbeginn, Anrecht auf Leistungen und Wartefrist 5.1 Die Versicherung tritt in Kraft auf Grund des Einsatzvertrages, ab dem Tag der Arbeitsaufnahme im Einsatzbetrieb oder am Tag des vorgesehenen Arbeitseinsatzes des Temporärmitarbeiters, aber in jedem Falle von dem Moment an, wo der Temporärmitarbeiter sich auf den Weg zur Arbeit begibt.
5.2 Der Anspruch auf Taggeld unterliegt einer Wartefrist von 3 Tagen, einschliesslich dem Unfalltag. Ab dem Zeitpunkt der Anerkennung des Unfalls durch die SUVA bezahlt Just in time staffing AG den Lohn des Temporärmitar- beiters während der Wartefrist, in Anwendung von Art. 324b Abs. 3 OR.
5.3 Die Versicherungsleistungen ersetzen die Lohnzahlungspflicht gemäss Art. 324a OR.
6. Versicherungsende Für die Temporärmitarbeiter, die gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert sind, breitet sich die Versicherung bis und mit dem 30. Tag nach dem Tag, an dem der Anspruch auf Lohn endet, aus.
Die Temporärmitarbeiter, die aus dem Arbeitsverhältnis oder aus der Nichtberufsunfallversicherung nach dem UVG ausscheiden, müssen ihren Krankenversicherer unverzüglich in Kenntnis setzen (Art. 10 KVG).
7. Leistungen Die Leistungen sind durch die SUVA auf Grund der Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (nachstehend: UVG) gewährt.
8. Versicherter Verdienst Der Maximalbetrag des versicherten Verdienstes wird durch den Bundesrat festgelegt.
9. Taggelder bei teilweiser oder totaler Arbeits- unfähigkeit 9.1 Der Betrag der Taggelder deckt 80% des durchschnittlichen Tageseinkommens der letzten 3 Monate oder des Jahres vor dem Unfall, oder desjenigen der effektiven Arbeitsdauer, wenn diese kürzer ist, und dies bis zur Gene- sung oder bei Feststellung einer Invalidität.
9.2 Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird der Betrag des Taggeldes verhältnisgleich reduziert.
10. Invalidenrente 10.1 Falls der Temporärmitarbeiter infolge eines Unfalls invalid wird, hat er Anrecht auf eine Invalidenrente.
10.2 Bei Vollinvalidität beträgt die Rente 80% des versicherten Verdienstes.
10.3 Bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt
11. Hinterlassenenrente 11.1 Wenn der Temporärmitarbeiter an den Folgen des Unfalls stirbt, hat die überlebende Witwe Anspruch auf eine Rente oder eine Abfindung. Der Witwer kann unter Berücksichtigung der festgelegten UVG-Bedingungen auch Anrecht auf eine Rente haben. Die Kinder haben Anrecht auf eine Waisenrente.
11.2 Wenn die Bedingungen auf Anspruch einer Rente erfüllt sind, werden die Hinterlassenenrenten wie folgt berechnet:
– Ehepartner ohne Kinder : 40% des versicherten Einkommens.
– Ehepartner mit einem Kind : 55% des versicherten Einkommens.
– Ehepartner mit 2 Kinder und mehr: 70% des versicherten Einkommens, zusammen höchstens, unter allen verteilt.
11.3 Die Rente wird dem Ehepartner während der Dauer der Witwenschaft und den Kindern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahr entrichtet.
11.4 Für Kinder, die eine Lehre oder ein Studium absolvieren, dauert das Anrecht auf die Rente bis zum Abschluss ihrer Ausbildung, jedoch spätestens bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.
12. Heilbehandlungskosten und Kostenvergütung 12.1 Der Temporärmitarbeiter hat Anspruch auf eine angebrachte ärztliche Behandlung der durch den Unfall verursachten Verletzungen.
12.2 Insbesondere hat er Anrecht auf die 100% Rückerstattung der ärztlichen und pharmazeutischen Auslagen sowie der Spitalkosten (Behandlung, Verpflegung und Aufenthalt) in der allgemeinen Abteilung.
12.3 Die durch die Versicherung getragenen Unterhaltskosten werden im Falle eines Heilanstaltaufenthaltes von den Taggeldern in Abzug gebracht, dies gemäss den Bestimmungen des UVG.
12.4 Falls erforderlich werden die Reise-, Transport-, Rettungs- und Bergungskosten zurückerstattet.
13. Schuldhafte Herbeiführung des Unfalls 13.1 Wenn der Temporärmitarbeiter einen Unfall durch Grobfahrlässigkeit verursacht hat, werden die Taggeldleistungen entsprechend den UVG-Bestimmungen reduziert.
13.2 Im Falle der Ausübung eines Verbrechens, eines Vergehens, einer aussergewöhnlichen Gefahr oder bei Wagnissen, können die Leistungen reduziert, im besonderen bei schwerwiegenden Fällen sogar verweigert werden.
14. Verpflichtungen des Temporärmitarbeiters Jeder Temporärmitarbeiter von Just in time staffing AG ist verpflichtet, den erlittenen Unfall sofort der zuständigen Filiale der Just in time staffing AG mitzuteilen.
15. Abredeversicherung Der Temporärmitarbeiter hat die Möglichkeit, mit der SUVA eine Abredeversicherung abzuschliessen (Fortsetzung der Nichtberufsunfallversicherung) für einen oder mehrere Monate, jedoch maximal für 6 Monate.
16. Rechtswege Jeder Einspruch oder Rekurs muss gemäss den UVG-Bestimmungen geltend gemacht werden.
Bemerkungen Das vorliegende Dokument bildet keine vertragliche Grundlage. Nur die UVG-Bestimmungen sind massgebend.
Die SUVA-Agentur, an dessen der Temporärmitarbeiter angeschlossen ist, steht gerne für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

 

Letzte Aktualisierung: Dezember 2017

 

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